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Digitalisierung in Banken: Kein Platz für Couchpotatoes

Benjamin Hermanns hat das Fintech Fintus 2016 aus Leidenschaft für die Veränderung und Digitalisierung der Finanzindustrie gegründet. In der Onlineserie #getinspired erzählt er, warum Fintus konsequent auf einen Low-Code-Ansatz setzt und wie das Fintech Banken bei der Kernbanken-Transformation unterstützen kann.

(Erschienen auf geldinstitute.de am 23.04.2021) Finanzinstitute und die Digitalisierung: selten eine Liebesgeschichte. Den Entscheidern ist klar, dass ihre Kernbanksysteme schwerfällig, überkomplex und veraltet sind. Kunden sind zunehmend kritisch, sie erwarten automatisierte Prozesse, schnelle Entscheidungen und digitale Währungen – und wechseln bei Unzufriedenheit einfach zu einem anderen Anbieter. Banken müssen ihre IT dringend modernisieren, um im Zeitalter der Digitalisierung nicht gänzlich von aufstrebenden Fintechs und Neobanken abgehängt zu werden.

Doch angesichts der Herkulesaufgabe und des hohen Risikos, die der Austausch des Kernbanksystems darstellen würde, halten Banken oft an bestehenden Systemen fest. Die pressewirksamen Kernbanksystemwechsel der vergangenen 24 Monaten geben wenig Anlass zur Hoffnung auf eine Modernisierungswelle. Nicht wenige Manager fühlen sich in ihren Bedenken bestätigt. Und keine ITAbteilung der Welt möchte in eine ähnliche Situation geraten. Gibt es also nur ganz oder gar nicht?

Finanzinstitute können an ihrem Kernbanksystem festhalten und sich trotzdem digitalisieren. Die IT-Systeme sind über Jahrzehnte mit den Banken gewachsen, sind an die individuellen Anforderungen angepasst und haben ihre Daseinsberechtigung. Warum also komplett ersetzen? Genau mit dieser Einstellung geht . an die Digitalisierung in Banken heran und bietet ihnen mit seiner modularen, standardisierten SaaS-Lösung eine echte Alternative zu ganz oder gar nicht.

Mit Low-Code statt Mammutprojekt zum Erfolg

Mit überschaubarem Ressourcen- und IT-Aufwand und erfolgreicher Einbindung der Fachabteilungen lassen sich damit gezielt bewährte Prozesse innerhalb der bestehenden Systeme und entlang des gesamten Customer-Lifecycles digitalisieren und automatisieren. Ob digitale Antragsstrecken, fachliche Prüfung und Bewilligung, die monotone Bestandsverwaltung oder die teildigitalisierte Kundenbetreuung – um im Tagesgeschäft agiler und effizienter agieren zu können, müssen manuelle Prozesse so weit wie möglich eliminiert werden.

Das Stichwort überschaubarer IT-Aufwand ist dabei zentral, denn bei der Umstrukturierung ist Schnelligkeit bei gleichzeitiger Präzision gefragt. Zeitintensive Individualentwicklungen und Großprojekte stehen dem klassischerweise gegenüber. Daher setzt Fintus konsequent auf einen Low-Code-Ansatz. Zusammen mit der offenen Systemarchitektur bringt das die notwendige Flexibilität und Schnelligkeit bei der Integration der ganzheitlichen Prozessplattform.

Wie die vorhandene IT-Umgebung des Finanzinstituts aussieht, spielt dabei keine Rolle. Standardisierte APIs, die sich flexibel erweitern lassen, machen eine nahtlose Einbindung in die bestehende IT-Landschaft und sofortige Nutzung möglich. Damit zu keinem Zeitpunkt der Überblick verloren geht, bündelt die Fintus Suite alle bestehenden Applikationen und Informationen samt Dokumenten innerhalb einer Oberfläche, dem digitalen Arbeitsplatz.

Standardisieren, digitalisieren, automatisieren

Bevor manuelle Prozesse automatisiert werden, müssen diese auf den Prüfstand gestellt werden. Häufig ist zu Beginn eines Umstrukturierungsprojekts noch gar keine oder eine veraltete Dokumentation der bestehenden Prozesse vorhanden. In diesem Fall gilt es, die Prozesse zu analysieren, gegebenenfalls neu zu ordnen und zu gestalten und im Anschluss in eine standardisierte Modellierungssprache, BPMN (Business Process Model and Notation), zu überführen.

Im Ergebnis entstehen dadurch vor allem generisch nutzbare Referenzprozesse. So legen Finanzinstitute den Grundstein dafür, nicht nur ihre bestehenden Prozesse sinnvoll zu digitalisieren und zu automatisieren, sondern auch den Aufwand bei der Einführung von neuen Produkten gering zu halten. Die Time-to-market lässt sich durch dieses Vorgehen massiv verringern.

Banken müssen begreifen: Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern dient dazu, den Kundenerwartungen gerecht zu werden. So ist beispielsweise die Nachfrage nach Firmenkrediten, um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu schließen, während der Corona-Krise drastisch gestiegen. Die Dauer von der Antragsstellung bis zur Kreditentscheidung dauert bei komplexeren Finanzierungen häufig Wochen – Zeit, die die Unternehmer oft nicht haben. Hier ist noch deutlich Luft nach oben, den Kreditvergabeprozess digitaler, automatisierter und dadurch schneller und kundenfreundlicher zu gestalten.

Mit modernen Prozessen und Anbindungen an relevante Datenschnittstellen wie Schufa, Rating-Agenturen und KYC-Anbietern (Know Your Customer) kann der Prozess für Privat- und Gewerbekunden auf wenige Minuten verkürzt werden. Außerdem muss der komplette Austausch zwischen Kunde und Kreditinstitut während des Antragsprozesses digital möglich sein. Das sorgt nicht nur für Zufriedenheit beim Kunden, sondern entlastet – gerade in Zeiten von Homeoffice –auch die Mitarbeiter, was angesichts der hohen Belastung wiederum fehlerhafte Kreditentscheidungen vermeidet.

Die Digitalisierung und Automatisierung der eigenen Prozesse tragen so letztendlich dazu bei, nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden und Marktanteile zu verlieren. Stattdessen stellen sich Finanzinstitute auf diese Weise auf, um ihren Kunden auch in Zukunft schnelle, agile und flexible Lösungen zu bieten. Die Mitarbeiter profitieren von der hohen Automatisierung – und zugleich von dem digitalen Arbeitsplatz, der die ursprüngliche Informationsrecherche in einer Applikation zusammenführt.

 

Den Originalartikel und weitere interessante Informationen finden Sie unter:
https://www.geldinstitute.de/trends/2021/digitalisierung-in-banken-muss-in-bewegung-kommen.html

Autor:in

Benjamin Hermanns hat fintus 2016 aus Leidenschaft für die Veränderung und Digitalisierung der Finanzindustrie gegründet. Zuvor hat er bereits acht Jahre lang Unternehmen der Finanzindustrie sprichwörtlich digitalisiert – als General Manager eines namhaften Scan- Dienstleistungsunternehmens. fintus ist eine Digitalisierungsplattform für die deutsche Finanzindustrie. Kerngeschäft ist die Prozessautomatisierung der privaten und gewerblichen Kreditvergabe sowie von Leasinggeschäften und komplexen gewerblichen Finanzierungen. Die fintus Suite deckt den gesamten Customer-Lifecycle moderner Finanzinstitute ab, von der digitalen Antragsstrecke, über die fachliche Prüfung und Bewilligung bis zur Bestandsverwaltung – papierlos, automatisiert und digital. Der digitale Bankarbeitsplatz integriert bestehende IT-Systeme und bündelt alle Daten, Dokumente und Prozesse in einer benutzerfreundlichen Oberfläche. Der konsequente Low-Code-Ansatz und die API-first-Strategie sorgen für eine schnelle und reibungslose Integration, selbst in komplexen IT-Landschaften.